Das subjektiv empfundene fremdverschuldete Elend
Mit Blick auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt wird einem Angst und Bange, Was ist los, mit den Menschen in diesem Land? Ich traf mal eine Frau, die mir erklärte, sie wäre noch nie wählen gewesen. Sie hätte immer gedacht, es hat ja doch keinen Zweck. Aber jetzt hätte sie etwas verstanden. Sie hätte verstanden, dass das ein Fehler war. Jetzt würde sie sich einmischen. Und dann ging sie zu einem AfD-Stand.
Da fragt man sich doch, was diese Frau wirklich verstanden hat. Sie wirkte nicht dumm und auch nicht böse. Wahrscheinlich hatte sie nur über Jahre das Gefühl gehabt, zu den Verlierern einer Entwicklung zu gehören, für die die Politik nicht gemacht wird. Wenn jetzt alle Nichtwähler auf diese Weise zur Vernunft kommen, was wird dann aus diesem Land?
Das subjektiv empfundene fremdverschuldete Elend dieser Menschen treibt sie in die Arme der Extremisten. Dabei geht es den Leuten objektiv nicht schlechter als mir, aber das nutzt nichts. Man hätte auch gar nichts tun können, dass sie sich besser fühlen, außer vielleicht, sich um sie zu kümmern. Was immer das heißen mag.
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