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Gam zeh ya'avor

C5314CC7-1C6B-44DD-BA49-270D8BE07BB0 Auf wochenstart.com schreibt Jan Montag über den Gedanken, dass alles vorübergehen wird, seien es nun die guten Zeiten oder die schlechten. Die guten kann man nicht festhalten und die schlechten können einem nichts anhaben, wenn man verstanden hat, dass beides gleich gültig ist. Sowohl im einen als auch im anderen kann man das Seine tun und dazu beitragen, dass das eine oder das andere ein menschliches Gesicht behält beziehungsweise bekommt.

König Salomon hätte einen Ring besessen, in den die Anfangsbuchstaben dieses Satzes graviert waren: Gimel, Zajin, Yod für "Gam zeh ya'avor". Jan Montag überlegt, ein entsprechendes Bild als Handyhintergrund zu setzen, um sich täglich daran zu erinnern. Ja, warum nicht? Gam zeh ya'avor heißt eben nicht: "Es geht vorbei". Dann wäre es egal. Es heißt, dass jetzt die einzigartige Gelegenheit besteht, etwas zu verändern, zu bewegen. Zum Beispiel: Unsere Wochenenden. Wir freuen uns jede Woche darauf und fast immer sind wir Sonntag abend froh, dass sie wieder vorüber sind. Es wird besser werden, sagen wir uns dann. Aber es wird nicht von selbst besser werden, sondern nur dann, wenn wir alle zusammen im Zusammenleben besser werden. Gam zeh ya'avor bedeutet, dass es früher oder später keine Wochenenden und Nachmittage zu fünft mehr für uns geben wird. Wieviele schöne es dann gegeben hat, an die wir uns erinnern können, entscheiden wir jetzt. Indem wir versuchen, sie zu gestalten oder indem wir sie an uns vorbeiziehen lassen.

Die Zeiten, in denen wir gerade leben, werden auch vorübergehen. Aber wir werden uns vielleicht irgendwann fragen oder gefragt werden: Was war mein Beitrag. Dass man ja gar nichts machen konnte, stimmt nicht. Noch nicht. Aber auch das wird vorübergehen.

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