Haken dran
Ich habe wieder angefangen, Todo-Listen zu schreiben. Diesmal geht es aber hauptsächlich darum, die Todo's abzuhaken. Am Abend lasse ich mir dann eine Liste ausgeben, was ich heute alles erledigt habe. Ein gutes Gefühl. Wenn meine schöne Frau mich dann fragen würde, was ich eigentlich so den ganzen lieben langen Tag gemacht habe, könnte ich die Liste rausziehen und vorlesen. Da kommt ganz schön was zusammen. Natürlich fragt sie das nicht. Ich kann die Liste auch gleich noch posten. Mal sehen, wie das ankommt. Todo-Listen sind auch kleine Geschichten. Oder wollen welche werden. Sozusagen der Extrakt. Man muss sie nur noch mit Erzählung aufgießen. Dann heiß oder kalt genießen.
Aber mal im Ernst: Eine Liste hilft mir immens, Dinge zu tun, die mir abends zwar einfallen (z.B. Rezept holen), dann aber vergessen sind, wenn der Tag erstmal so richtig angefangen hat. Und am Abend zu sehen, was man eigentlich heute alles gemacht hat, hat auch noch keinem geschadet. Sonst tut man und macht vor sich hin und abends ist man müde und weiß gar nicht, wovon. Ich gucke mir jetzt abends meine Liste an und bin sofort putzmunter, denn viel habe ich nicht gemacht. Aber immerhin habe ich jetzt mein Rezept und kann auf die nächste Liste schreiben: in die Apotheke gehen.
Alles kein Hexenwerk, aber sehr effizient. Aufgaben, die man heute nicht schafft, verschiebt man auf einen anderen Tag. Getreu dem Merksatz "Was du heute kannst verschieben, das besorge nicht schon morgen" mindestens zwei Tage weiter oder besser gleich in die nächste Woche. Meistens ist es ja nicht so, dass die Aufgaben aus Zeitmangel nicht erledigt werden konnten, sondern weil man keine Lust hatte, damit anzufangen. Wenn man sie nur auf den nächsten Tag verschiebt, wird es nicht besser. Lieber wenigstens einen Tag nicht dran denken. Und an "Blogtext schreiben" kann jetzt ein Haken dran✅
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