Notübernachtung bei Hitze
Es gibt viele Regionen auf dem Planeten, in denen Klimaanlagen inzwischen Baustandard sind. So wie Heizungen. Deutschland könnte bald dazugehören.
"Wir sollten über eine Klimaanlage nachdenken" sagte ich zu meiner schönen Frau. Sie meinte, es wäre doch aber nicht wärmer, also sonst im Sommer. Ja, aber wir haben noch gar keinen Sommer. Für Ende Mai sind die Temperaturen schon recht hoch und vor zwei Wochen fiel in Erlabrunn noch Schnee! Und ja: eine Klimaanlage wäre reine Symptom-Kosmetik. Aber sie würde vielleicht helfen. Gestern hatten wir im Kinderzimmer knapp unter achtundzwanzig Grad Celsius. Wir hatten auch schon dreißig Grad zum Einschlafen. Das ist okay, wenn es ein-, zweimal vorkommt. Ich fürchte mich davor, wenn es Dauerzustand wird.
Es gibt viele Regionen auf dem Planeten, in denen Klimaanlagen inzwischen Baustandard sind. So wie bei uns Heizungen. Ich glaube, Deutschland wird bald dazugehören. Wir hatten einen Ventilator mit Wasserverdunstung angeschafft, um das Kinderzimmer zu kühlen. So ein Gerät hat einen schönen Effekt, wenn es einen anpustet, aber das ist auf die Dauer lästig und man kann nicht dabei fernsehen, wenn nebenan ein Kind schlafen soll. Zur Raumkühlung trägt es so gut wie gar nichts bei. Da könnte man auch Wäsche im Zimmer aufhängen.
Möglicherweise ist die Dachwohnung auch irgendwann nicht mehr bewohnbar. Wir hatten ja auch mal das Gartenhaus als Notübernächtung bei Hitze in Betracht gezogen. Die Option gibt es nartürlich immer noch. Aber so groß war die Not noch nicht. Und bis man alles für eine Übernachtung zu fünft dort drüben hat, schläft man doch lieber wieder im gewohnten Bett. Aber wer weiß? Vielleicht wird das Gartenhaus in diesem Sommer zum Schlafhaus? Oder doch lieber die Klimaanlage?
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