Birdy, Haiket, Drittanbieter
WhatsApp zu verlassen ist so, als bräche man zu einer Mars-Mission auf. Man sollte schon allen wichtigen Leuten Bescheid sagen und auch die NASA-Kontaktdaten weitergeben.
Als ich WhatsApp verlassen habe, hatte ich mir vorgestellt, dass auch meine Chatverläufe bei allen meinen Chatpartnern verschwinden würden. Was natürlich Quatsch war. Ich kam darauf, weil mir meine schöne Frau eine Nachricht weiterleiten wollte, die ich natürlich nicht erhielt. Zu sehen war das am fehlenden zweiten Haken, der anzeigt, dass die Nachricht nicht zugestellt wurde. Aber wer guckt sich schon (außer mir) die Haken an. Gesendet ist gesendet und wer nicht liest, ist selber schuld. Dann fiel mir wieder ein, dass WhatsApp jetzt auch Drittanbieter-Chats ermöglicht. Signal und Threema haben nicht mitgemacht und zur Auswahl stehen aktuell Birdy und Haiket.
Haiket ist noch beta. Bei Birdy meldet man sich mit einer E-Mail-Adresse an, eine Telefonnummer ist nicht notwendig. Jetzt müssen aber noch die WhatsApp-Nutzer in ihren Einstellungen den Austausch mit Birdy akzeptieren. Das scheint die Schwierigkeit an der ganzen Sache zu sein. Man kann die Nutzer "anpingen", aber leider weiß ich nicht, was dann passiert. Ich nehme an, es erscheint eine allgemeine Nachricht, die dazu einlädt, Drittanbieter-Chats zu akzeptieren. Die klickt man dann wahrscheinlich weg und ignoriert sie. Vielleicht hätte ich vorher noch alle anschreiben müssen um mich zu verabschieden?
Etwa so, als würde ich eine Marsmission antreten. Da geht ja WhatsApp auch nicht mehr. Genauso wenig wie in Echtzeit telefonieren. Dafür aber Sprach- und Videonachrichten wie bei Haiket. Haiket schaue ich mir jetzt noch mal genauer an. Man nimmt Sprachnachrichten auf, die sowohl als Text, als auch als Sprache gesendet werden. Man könnte auch tippen, aber das soll man nicht, denn dafür sind wir nicht gemacht. Bilder und Videos lassen sich auch verschicken. Haiket richtet sich eindeutig auf den europäischen Markt aus. Es verlangt jedoch wieder eine Telefonnummer und ob es auch ein europäisches Unternehmen ist, lässt sich bis jetzt noch nicht zweifelsfrei klären.
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