Keine Dummheiten
Am Montag scheint die vor einem liegende Woche noch endlos. Auch am Dienstag kommt es einem noch so vor, als würde sie sich nur mühsam und kaum merklich voran schleppen. Selbst am Mittwoch denkt man noch, man hätte noch jede Menge Zeit für alles, was auch immer in dieser Woche so dringend erledigt werden musste. Und dann ist auf einmal Samstag und geschafft hat man nichts und wieder nichts. Das ist auf die Dauer zermürbend und treibt den Menschen in den Burnout. Dabei habe ich das Gras absichtlch nicht gemäht, weil ich nur noch einmal in diesem Jahr mähen wollte. Wegen der Spritpreise!
Das hat der Maulwurf aber nicht gewusst und den gesamten Rasen mit seinen Haufen überzogen, so dass man mit dem Rasenmäher nicht mehr drüber fahren kann. Jetzt kann ich auch noch die Haufen abtragen. So kommt eins zu anderen. Und was ist mit dem Tisch? Auf einem Tisch kann man die Zunahme der Entropie in geschlossenen Systemen in Echtzeit verfolgen. Dabei habe ich ihn schon so oft aufgeräumt. Es ist unglaublich! Wahrscheinlich muss man so einen Tisch jeden Tag abräumen, so wie einen Esstisch. Sonst wird es einfach nur immer schlimmer.
Es liegt aber nicht etwa an meiner Faulheit, sondern daran, dass das kleine Kind in dieser Woche krank war und nicht in den Kindergarten konnte. Da ist man dann in seiner Handlungsfreiheit doch ein bisschen eingeschränkt. Aber wenn der Kindergarten nicht erfunden worden wäre, hätte die Menschheit nicht so viel Zeit zur Verfügung gehabt, ihre eigene Auslöschung voranzutreiben. Aber nun gibt es den Kindergarten eben und der Drops ist gelutscht. Wir werden aber überleben, weil ich den ganzen Tag neben dem Kind im Bett liege, vorlese und singe und darum keine Dummheiten machen kann.
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