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Und alles nahm ein gutes Ende

von unten fotografierter in den blauen Himmel ragender Mast Dieser Urlaub hat auf der Verlustseite schon ganz schön zu Buche geschlagen. Zuerst verabschiedete sich meine Armbanduhr. Das ist ungünstig, wenn man überwiegend mit Bus und Bahn unterwegs und an Abfahrtzeiten gebunden ist. Dann traf es meinen Sonnenhut, wahrscheinlich im Bus liegengelassen. Schließlich bekam das jüngste Kind meinen aufgespannten Regenschirm in die Finger und rammelte damit durch dick und dünn. Danach sah er aus, wie unser Rharbarber nach dem Hagelangriff im vergangenen Jahr. Außerdem ist meine Figur im Eimer, weil hier eben auch die Salate aus Wurst gemacht werden. Wenn meine schöne Frau ihr Telefon in die Hand nimmt, was sie nur tut, um damit ihre liebe Familie zu fotografieren, rette ich mich mit einem kühnen Hechtsprung ins Unterholz, um wenigstens nicht in diesem Zustand in die Familienchronik einzugehen.

Man kann in Krisenzeiten, zu denen nun mal Urlaube gehören, eben nicht Hab und Gut und die Kinder heil durchbringen und dazu auch noch eine gute Figur machen. Ich erinnere noch gut einen Kreta-Urlaub, dem ich, selbst ledig und kinderlos, als Chronist beiwohnen konnte. Mein alter Freund, der seinen Namen nicht mehr in diesem Blog lesen will, war mit Frau und Kind, weiteren Freunden, deren Frauen beziehungsweise Kindern dabei und wir waren auch immer wieder in Bussen unterwegs.

Jetzt habe ich ein bisschen den Faden verloren, da ich ja immer nur die letzten drei Zeilen sehe. Jedenfalls waren noch Kinder im Bus, während wir schon draußen oder noch gar nicht drinnen waren, was weiß denn ich? Der Bus fuhr los und ich dachte: "Da fahren sie hin!" Was mein alter Freund dachte, ist nicht überliefert, seine schöne Frau aber, die damals noch gar nicht Mutter war, rannte neben dem Bus her, schlug auf die Tür ein und schrie, wie eigentlich nur eine Mutter schreien kann: "The chrildren, the children..." Dem Busfahrer blieb nichts anderes übrig, als anzuhalten und die Tür zu öffnen, die Kinder spazierten fröhlich heraus und alles nahm ein gutes Ende. Das ist uns in diesem Urlaub immerhin noch nicht passiert.

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